Obwohl die Hansestadt im Norden liegt, wird sie der warm gemäßigten Klimazone hinzugerechnet. Die maritimen Einflüsse werden durch den vorherrschenden Westwind begünstigt und sorgen für mildere Winter und kühlere Sommer, als sie z. B. im östlichen Hinterland auftreten. Im Juli, dem wärmsten Monat, erreicht das Thermometer durchschnittlich zwischen 17 und 18 °C, im kältesten Monat Januar misst es um 1 °C. Aber gerade im Hochsommer kommt es häufig auch zu Temperaturen über 28 °C, die durch die leichte Brise als nicht ganz so drückend empfunden werden wie in anderen Regionen. Es hat auch schon Sommer gegeben, in denen im Hamburger Stadtgebiet mehr als 35 °C gemessen wurden.
Im Winter kann es auch zu Frost und Schneefällen kommen. Das Klima in Hamburg ist ganzjährig feucht, aber die Niederschläge haben sich in den letzten zehn Jahren verringert. An mehr als 50 Tagen im Jahr tritt Nebel in der Stadt auf, der sich meist bis Mittag wieder verzieht. Im Herbst ziehen nicht selten kräftige Stürme auf, die über das gesamte Winterhalbjahr immer wieder auftreten. Hin und wieder wird Sturmflutgefahr ausgegeben, wenn das Wasser im Hafen und in der Elbe rapide ansteigt.
Wer als Besucher nach Hamburg kommt, hat häufig im Frühling Glück und kann die Stadt im Sonnenschein erleben. Die vielen Bäume und Blumenrabatten in der City, die zahlreichen Grünanlagen, Parks und Wälder im gesamten Stadtgebiet zeigen sich dann von ihrer besten Seite. In Hamburg lassen sich Sightseeingtouren zu Fuß und mit dem Fahrrad unternehmen, man kann auf den Seen im Zentrum Boot fahren und sogar segeln. Auch Freilichtkonzerte und andere Open-Air-Veranstaltungen werden reichlich in der Stadt angeboten, darunter viele Sportereignisse – bei jedem Wind und Wetter. Bei einem Einkaufsbummel kann man sich innerhalb der zahlreichen Ladenpassagen bewegen und sich von der Witterung unabhängig machen. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse, U- und S-Bahnen sowie die Hafenfähren verbinden die City mit allen Stadtteilen.
Die Hamburger Gastronomie setzt auf Straßencafés, Kaffeegärten, und auch in vielen Spitzenrestaurants werden Plätze zum Essen im Freien angeboten. Die Einheimischen halten sich gern draußen auf. Sobald die ersten Sonnenstrahlen auftauchen, sind zu allen Jahreszeiten viele Menschen unterwegs und gehen spazieren, treiben Sport oder besuchen Veranstaltungen wie Flohmärkte, Straßen- und Hafenfeste. In den Parks wird gegrillt, ausgeruht und gespielt. Gäste sind willkommen und können sich dem Rhythmus der Stadt anpassen. Trotzdem empfiehlt es sich besonders im Herbst und im Winter, immer einen Regenschirm oder eine Wetterjacke dabei zu haben. Manchmal ändert sich das Wetter in Hamburg recht schnell.
© Jörg Stumpf – Fotolia.com




